Über
Mich
„Wo gehen wir denn hin?“
„Immer nach Hause.“ (Novalis)
Mein beruflicher Weg
Es wirkt, als hätte meine Lebensgeschichte und die Auseinandersetzung mit dem Thema Schönheit – meinen beruflichen Weg beeinflusst. Fürsorge für Frauen zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben und macht mich glücklich. Über zwei Jahrzehnte war ich als selbstständige Kosmetikerin tätig und hatte vier Mitarbeiterinnen – eine Zeit, in der ich mich nicht nur der Schönheit widmete, sondern auch unzählige Begegnungen mit Frauen erleben durfte, die mich bis heute prägen.
Für mich war es schon immer Wert, Menschen nicht über das zu Aussehen zu beurteilen. Schönheit war für mich nie bloß Oberfläche – sondern Ausdruck von Echtheit, Tiefe und Seele. Bis heute berühren und faszinieren mich besonders die Gesichter und Hände alter Menschen. Was mussten sie alles erlebt, gefühlt und erfühlt haben?
Die Entscheidung, mich zur psychoonkologischen Beraterin ausbilden zu lassen, war tief in meinem persönlichen Erleben verwurzelt.

Im Jahr 2020 ist meine geliebte Schwester Iverl an Krebs verstorben. Ich durfte an ihrer Seite sein und dieses Abschied nehmen war unendlich schmerzlich, aber zugleich eines der größten Geschenke meines Lebens.
Während Ihrer langen Krankheit konnten wir in dieser Zeit über alles sprechen:
Über Hoffnung, Wut, Angst, Schmerzen. Über Liebe und Lust. Über das Sterben, das Loslassen – und die Zuversicht auf ein Wiedersehen.
Kintsugi
In einem Leben und meiner Arbeit begleitet mich die japanische Philosophie des Kintsugi: Es ist die Kunst, Zerbrochenes nicht nur zu reparieren, sondern es mit Gold zu verzieren und seine Einzigartigkeit sichtbar zu machen. Denn auch im Leben entstehen Risse, Brüche und Veränderungen. Oft ist es genau diese Verletzlichkeit, die uns stärker, weicher und schöner macht.

Kintsugi ist eine alte japanische Kunstform, bei der zerbrochene Keramikstücke nicht unsichtbar geklebt, sondern mit Gold oder Silber sichtbar und kostbar repariert werden. Die Bruchlinien werden nicht versteckt, sondern betont – als Teil der Geschichte.
Genau in diesen Rissen verbirgt sich eine unerwartete Stärke und Schönheit. Die japanische Kunst des Kintsugi zeigt uns, dass Zerbrochenes nicht das Ende bedeutet, sondern der Beginn einer neuen, einzigartigen Geschichte.
Diese Philosophie berührt mich zutiefst – denn sie ist auch ein Bild für unsere eigenen Lebensspruen. Und genau darin liegt deine Schönheit.
In deinem Leben sammelst du Spuren – sichtbare und unsichtbare Narben.
Manche schmerzen noch, andere sind längst Teil deiner Geschichte geworden. Oft versuchst du, diese Brüche zu verstecken, als wären sie ein Makel.
Doch was wäre, wenn du dir erlauben würdest, deine Einzigartigkeit zu zeigen?
Im Workshop „Kintsugi für die Seele“ lade ich dich ein, deine inneren Brüche und sichtbaren Narben liebevoll zu betrachten.
Nicht um sie zu vergessen – sondern um sie zu würdigen. Nicht um perfekt zu werden – sondern ganz.